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Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner - was hilft?


Wissenswertes zu "reizenden" Begegnungen mit dem Eichenprozessionspinner


Eichenprozessionspinner - Herkunft und Auftreten


Der Eichenprozessionspinner ist ein Schmetterling, der sich aufgrund der immer wärmeren Durchschnittstemperaturen und milden Winter stark in Deutschland verbreitet.

 

Eichenprozessionsspinner-Raupen gehen bevorzugt in Gruppen auf Nahrungssuche – daher die Assoziation zu einer "Prozession" in der Namensgebung der Tiere. Die Raupen sind behaart, hell- bis dunkelbraun und bilden auffällige Gespinnste.

 

Eichenprozessionspinner sind in Deutschland in Wäldern, Einzelbäumen und an Eichenalleen zu finden  – bevorzugt in den Bundesländern Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern.


Warum ist der Kontakt mit den Raupen des Eichenprozessionzsspinners problematisch?


Für den Menschen ist vor allem der Kontakt mit den Raupen des  Eichenprozessionsspinners problematisch, die von Brennhaaren umhüllt sind.  Die mit Widerhaken besetzten Brennhaare des EIchenprozessionsspinners enthalten das Nesselgift Thaumetopoein, das starke allergischen Reaktionen bei Menschen und Tieren auslösen kann.

 

Problematisch ist auch, dass auch die Umgebung der Eichen (Gestrüpp, Boden, Sträucher usw.) häufig mit Brennhaaren kontaminiert wird und dies auch nach langen Zeiträumen bei Kontakt Beschwerden auslösen können.


Welche Folgen hat der Kontakt mit Brennhaaren?


Typische Folgen eines Kontaktes mit den Brennhaaren des Eichenprozessionspinners sind heftiger Juckreiz, Entzündung der Schleimhäute, Entzündungsreaktionen der Haut, z.B. Quaddeln und Rötung sowie Entzündung der Bindehaut. Die Symptome klingen üblicherweise nach ca. 10 Tagen ab. 

 

In seltenen Fällen lassen sich auch Schwindel, Fieber, Müdigkeit und allergischer Schocks mit Atemnot beobachten. Bei Atemnot sollte unbedingt zeitnah ein Notarzt kontaktiert werden!

Eichenprozessionspinner - reizende Begegnung vorprogrammiert

Wie verhalte ich mich bei Kontakt zu den Brennhaaren richtig?


  • ­­Abstand zu befallenen Bäumen und deren Umgebung halten
  • Vermeidung der Berührung der Raupen und Gespinste
  • Meiden von befallenen Bäumen z.B. beim Sport (Schweiß), da die sich die Brennhaare bevorzugt in feuchten Kniekehlen und anderen Hautfalten festsetzen
  • Schutz durch Kleidung, Schutzbrille und Atemmaske, wenn in unmittelbarer Umgebung zu den Raupen gearbeitet wird
  • Duschen nach Kontakt mit den Brennhaaren
  • Kleidungswechsel unmittelbar nach Kontakt
  • Separates Waschen der kontaminierten Kleidung

Behandlung der Kontakt-Folgen mit Brennhaaren


Übliche Präperate, die zur Behandlung von Insektenstichen verwendet werden, lassen sich zur Behandlung der betroffenen Areale verwenden.

 

Hier können wir folgendes empfehlen:

  • Fenistil-Gel
  • Fenistil-Tropfen
  • Fenihydrocort Creme 
  • Cetirizin Hexal Tabletten

Bitte lassen Sie sich von unserem qualifiziertem Personal zur Auswahl und Anwendung ausführlich beraten!